Aktuelles

Kernausbildung Mediation

Am 22.-24.03.2012 startet das S.I.K. in Stuttgart-Vaihingen seinen neuen Ausbildungsgang „Kernausbildung Mediation“

mehr lesen...

Ausbildungskonzept und Methoden

Unser dreistufiges Ausbildungskonzept soll möglichst vielen Personen mit unterschiedlichsten Anwendungserwartungen den Zugang zu Mediation und damit einer alternativen Form konstruktiver Konfliktbewältigung eröffnen.

Die Kernausbildung ist für Personen, die in kompakter Form Einblick in dieses Verfahren bekommen und mediative Elemente in ihrem Umfeld einsetzen möchten.

Der Aufbau Mediation ist für Personen, die über den Einsatz mediativer Elemente hinaus fundiertes Handwerkszeug für die Konfliktbewältigung und die Durchführung von Mediationen erhalten wollen und evtl. das Zertifikat „Mediator S.I.K.“ anstreben.

Der Aufbau Wirtschaftsmediation ist für Personen, die sich auf das Feld Wirtschaft und Arbeitsleben spezialisieren möchten und die Zertifikation durch einen Mediationsverband anstreben.

Die Grundgedanken von Ressourenorientierung und Eigenverantwortlichkeit in der Konfliktbewältigung, die das S.I.K als gemeinnütziger Verein verbreiten möchte, sollen auch im Ausbildungskonzept wieder erkennbar sein:

Wir arbeiten in Kern- und Aufbauausbildung thematisch übergreifend und ohne Spezialisierung auf bestimmte Anwendungsfelder der Mediation, weil wir glauben, dass es wichtig ist, zunächst die Grundgedanken der Mediation zu verstehen. Diese bilden die Basis jeder Mediation in allen Anwendungsfeldern. Nach unserem Verständnis leiten sich erst daraus einzelne Spezialisierungen ab und sind erst aus dieser Ableitung heraus in ihrer Besonderheit fassbar. Im Aufbau Wirtschaftsmediation arbeiten wir dann gezielt mit der Spezialisierung Konflikte in Wirtschaft und Arbeitsleben.

Wir befürworten ausdrücklich die Mischung unterschiedlicher Berufsgruppen und Herkunftsszenarien in unseren Ausbildungen, weil sie das Spektrum an Unterschiedlichkeit von Sichtweisen und Erlebensformen repräsentieren, das uns auch in der Mediation begegnet. Dieses Potenzial aufzugreifen und nutzbar zu machen, ist ein wichtiges Element in unseren Ausbildungen.

Mediation ist nicht nur die Anwendung sauber ausgearbeiteter Kommunikations- und Prozessbegleitungstechniken. Nach unserem Mediationsverständnis ist die Person des Mediators ein wesentliches Element in der Gestaltung und Steuerung dieser hochkomplexen Prozesse. Daher legen wir großen Wert auf die Entwicklung der mediativen Persönlichkeit, das Erkennen eigener Konfliktlösungsmuster, die Selbstreflektionsfähigkeit und die Entfaltung einer eigenen authentischen Identität als Mediatorin.

Ab dem ersten Seminar in der Kernausbildung fördern wir die Bildung von selbstorganisierten Lerngruppen, in denen der Stoff wiederholt und geübt wird – den sogenannten „Peergroups“. Sie bilden Vorläufer für vertrauensvolle interprofessionelle Zusammenarbeit und Vernetzung. Einige unserer Gruppen bestehen seit Jahren, lange über die Ausbildung hinaus. Die hier investierten Stunden werden von uns auf Antrag der Gruppen gemäß unseren Richtlinien anerkannt und im S.I.K. Zertifikat angerechnet.

Damit Sie methodisch und persönlich handlungsfähig werden, arbeiten wir auf der Sach-, der Gefühls- und der Beziehungsebene unter Berücksichtigung relevanter Kontexte (Situation, Umgebung, Rahmenbedingungen…).

Unsere Ausbildungen sind praxis- und umsetzungsorientiert.
Als Teilnehmer sollen Sie nicht nur theoretisch verstehen, sondern selbst praktisch üben können. Hierbei nehmen Rollenspiele und der darin vorgesehene Rollenwechsel eine wichtige Funktion ein, um die Interventionen als Mediator aus der Rolle der Betroffenen heraus zu erleben und sich aus verschiedenen Perspektiven Feedback geben zu können. Wenn Sie sich in einem wohlwollenden und fehlerfreundlichen Umfeld ausprobieren können, sind Sie später um so besser in der Lage, mit den angebotenen Vorgehensweisen selbst zu arbeiten. Dabei ist uns wichtig, das eigene Verhalten in einen theoretischen Kontext verorten zu können.

In der Kernausbildung orientieren wir uns modellhaft am idealtypischen Verlauf einer Mediation und erarbeiten anhand jeder Phase die hierzu gehörigen vertiefenden Themen. Wir arbeiten schwerpunktmäßig mit vorgegebenen Beispielen aus verschiedenen Konfliktfeldern.
In den Aufbauausbildungen greifen wir stärker auf Konfliktbeispiele aus dem Teilnehmerkreis zurück, um die Umsetzung im eigenen Umfeld zu unterstützen.

Bei ausreichender Gruppengröße werden zwei Trainer die Gruppe begleiten. In der Kernausbildung überschneiden sich die Trainerduos personell, sodass an jedem Ausbildungsblock neben einem neuen Gesicht ein Trainer/rainerin dabei ist, der den letzten Ausbildungsblock mit gestaltet hat. Das schafft Kontinuität.

Die einzelnen Ausbildungsstufen (Kernausbildung, Aufbau...) sind jeweils nur komplett buchbar. Somit bilden sich konstante Ausbildungsgruppen, die in vertrauter Atmosphäre arbeiten.